Unbekannter offeriert Steuerbehörde Daten von Schweizer Konten |
Nach Liechtenstein jetzt auch die Schweiz? Laut den "Stuttgarter Nachrichten" soll ein Unbekannter den baden-württembergischen Steuerbehörden Daten über 30.000 Schweizer Bank-Konten zum Kauf angeboten haben, auf denen Kapitalanleger aus ganz Deutschland am Fiskus vorbei geschleuste Vermögen bunkern würden. Der Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU) hat die Offerte der Zeitung gegenüber bestätigt, äußerte aber Zweifel an der Seriosität des Informanten, der sich bald wieder bei den Steuerbehörden melden will. Nichtsdestotrotz prüften die Steuerbehörden im Land jetzt schon mal pro forma, wer für den Fall zuständig wäre. Als wahrscheinlichste Lösung gelte eine Bundesbehörde.
Die Bilanz der Causa Liechtenstein fällt bereits positiv aus: Seit Mitte Februar haben die Steuerfahnder bundesweit schon rund 120 Durchsuchungen gestartet. Weitere Razzien sollen nach Ostern erfolgen. Im Zuge der Ermittlungen haben sich bisher knapp 100 Steuersünder selbst angezeigt, was dem Staat 70 Millionen Euro in die Kassen spülte. (ir)
Quelle: FONDS professionell
